Bereitschaftspflegefamilien
Bereitschaftspflege und Perspektivklärung aus einer Hand
Unser Angebot Bereitschaftspflege und Perspektivklärung befindet sich derzeit im Aufbau.
Für die weitere Entwicklung suchen wir qualifizierte und interessierte Bereitschaftspflegefamilien, die Kindern in akuten Krisensituationen einen sicheren familiären Ort auf Zeit bieten möchten und bereit sind, eng mit unserer Fachberatung zusammenzuarbeiten.
Sie möchten mehr über die Aufgabe, unsere fachliche Begleitung und die Rahmenbedingungen erfahren oder können sich vorstellen, Teil dieses Angebotes zu werden?
Dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung.
Sie haben Interesse? Dann bewerben Sie sich hier.
Die Perspektiv(e) LOS GmbH bietet die Unterbringung von Kindern in qualifizierten und fachlich begleiteten Bereitschaftspflegefamilien in Verbindung mit einer strukturierten Perspektivklärung an.
Das Angebot richtet sich an Kinder, die aufgrund einer akuten familiären Krise oder einer bestehenden Gefährdung vorübergehend nicht in ihrem bisherigen Lebensumfeld verbleiben können und kurzfristig einen sicheren familiären Lebensort benötigen.
Bereitschaftspflege verstehen wir dabei nicht ausschließlich als vorübergehende Unterbringung und Versorgung.
Wir verbinden den Schutz und die Stabilisierung des Kindes mit einer zielgerichteten Perspektivklärung.
Damit führen wir zwei fachliche Bereiche zusammen und nutzen die vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen von Perspektiv(e) LOS für einen abgestimmten Hilfeprozess.
Schutz und Stabilisierung
Im Mittelpunkt der ersten Phase steht das Kind mit seinem unmittelbaren Bedürfnis nach Schutz, Sicherheit und Orientierung.
Die Bereitschaftspflegefamilie bietet einen überschaubaren und verlässlichen familiären Rahmen, in dem das Kind zunächst ankommen und zur Ruhe kommen kann.
Der Alltag ermöglicht zugleich wichtige Beobachtungen hinsichtlich des Verhaltens, der Bedürfnisse, der Ressourcen und der Beziehungsgestaltung des Kindes.
Die Bereitschaftspflegefamilien werden während des gesamten Aufenthaltes kontinuierlich durch unsere Fachberatung begleitet.
Perspektivklärung von Beginn an
Die Unterbringung in einer Bereitschaftspflegefamilie ist grundsätzlich zeitlich begrenzt.
Deshalb beginnt die Auseinandersetzung mit der weiteren Perspektive des Kindes bei Perspektiv(e) LOS nicht erst am Ende der Bereitschaftspflege.
Perspektivklärung ist von Beginn an Bestandteil des Hilfeprozesses.
Im Mittelpunkt stehen Fragen wie:
- Welche Bedürfnisse und Ressourcen zeigt das Kind?
- Welche Belastungen und Schutzfaktoren bestehen?
- Welche Bindungen und Beziehungen sind für das Kind bedeutsam?
- Welche Ressourcen bestehen innerhalb des Herkunftssystems?
- Welche Veränderungen sind notwendig, damit eine Rückkehr tragfähig sein kann?
- Welche Unterstützung benötigt das Herkunftssystem?
- Welche alternativen Perspektiven müssen gegebenenfalls geprüft werden?
- Welche Perspektive bietet dem Kind langfristig Sicherheit und Entwicklungsmöglichkeiten?
Ziel ist eine nachvollziehbare und fachlich fundierte Empfehlung für die weitere Hilfeplanung.
Zwei Konzepte werden miteinander verbunden
Eine besondere Qualität unseres Angebotes liegt in der Verbindung von Bereitschaftspflege und Perspektivklärung.
Beide Bereiche werden nicht unabhängig voneinander durchgeführt.
Die Erfahrungen des Kindes in der Bereitschaftspflege, die Beobachtungen aus dem Alltag, die Arbeit mit dem Herkunftssystem und die Erkenntnisse aus der Perspektivklärung werden fachlich zusammengeführt.
Dadurch entstehen unterschiedliche Zugänge zur Lebenssituation des Kindes.
Die Bereitschaftspflegefamilie
erlebt das Kind im Alltag und bietet Schutz, Versorgung, Beziehung, Struktur und Stabilität.
Die Fachberatung
begleitet die Bereitschaftspflegefamilie kontinuierlich, reflektiert Beobachtungen und unterstützt bei besonderen Anforderungen und Belastungssituationen.
Die Perspektivklärung
nimmt das Kind, sein Herkunftssystem, vorhandene Ressourcen, Veränderungsmöglichkeiten sowie mögliche weitere Lebensperspektiven in den Blick.
Diese Bereiche führen wir innerhalb eines abgestimmten fachlichen Prozesses zusammen.
Damit kann die Zeit der Bereitschaftspflege gleichzeitig zur Stabilisierung des Kindes und zur Klärung seiner weiteren Perspektive genutzt werden.
Systemische Perspektivklärung
Die Perspektiv(e) LOS GmbH arbeitet auf Grundlage eines systemischen und ressourcenorientierten Verständnisses.
Für die Perspektivklärung bedeutet dies, dass wir nicht ausschließlich das Verhalten des Kindes oder einzelne Problemlagen betrachten.
Wir nehmen das gesamte relevante System in den Blick.
Dazu gehören insbesondere:
- das Kind und seine individuellen Bedürfnisse
- seine bisherige Entwicklung und Lebensgeschichte
- Eltern und andere wichtige Bezugspersonen
- Geschwisterbeziehungen
- Bindungen und Beziehungserfahrungen
- vorhandene familiäre Ressourcen
- Belastungs und Risikofaktoren
- Veränderungsbereitschaft und Veränderungsmöglichkeiten
- vorhandene Unterstützungssysteme
- Beobachtungen aus der Bereitschaftspflege
- Einschätzungen weiterer beteiligter Fachkräfte
Die unterschiedlichen Informationen werden strukturiert zusammengeführt und im Verlauf der Hilfe fortlaufend reflektiert.
Alltag als wichtige Erkenntnisquelle
Ein besonderer Mehrwert der Bereitschaftspflege liegt darin, dass das Kind über einen Zeitraum in einem stabilen familiären Alltag erlebt werden kann.
Dabei können beispielsweise Fragen relevant werden wie:
- Wie gelingt es dem Kind, Sicherheit anzunehmen?
- Wie gestaltet es Beziehungen?
- Wie reagiert es auf Nähe und Distanz?
- Welche Formen der Regulation stehen ihm zur Verfügung?
- Welche Ressourcen werden sichtbar?
- Wie reagiert das Kind vor und nach Kontakten mit wichtigen Bezugspersonen?
- Welche Unterstützung benötigt es im Alltag?
Die Bereitschaftspflegefamilie übernimmt dabei keine diagnostische Funktion.
Ihre Beobachtungen werden durch die Fachberatung aufgenommen, gemeinsam reflektiert und fachlich eingeordnet.
So können alltagsbezogene Erfahrungen in die Perspektivklärung einfließen, ohne die Bereitschaftspflegefamilie mit fachlichen Aufgaben zu überfrachten.
Arbeit mit dem Herkunftssystem
Perspektivklärung ist ohne die Einbeziehung des Herkunftssystems nicht vollständig.
Parallel zur Stabilisierung des Kindes betrachten wir deshalb die Situation der Eltern und weiterer relevanter Bezugspersonen.
Dabei geht es nicht ausschließlich um die Frage, welche Schwierigkeiten zur aktuellen Situation geführt haben.
Ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit ist die Frage:
Welche Ressourcen sind vorhanden und welche Veränderungen sind möglich?
Gemeinsam werden vorhandene Kompetenzen, Belastungen, Veränderungsmöglichkeiten und notwendige Unterstützungsbedarfe betrachtet.
So kann differenziert eingeschätzt werden, unter welchen Bedingungen eine Rückkehr des Kindes möglich und verantwortbar sein könnte oder ob eine andere Perspektive entwickelt werden muss.
Begleitete Kontakte als Teil des Klärungsprozesses
Kontakte zwischen dem Kind und seiner Herkunftsfamilie können wichtige Bestandteile der Perspektivklärung sein.
Je nach Auftrag und Hilfeplanung können Kontakte fachlich vorbereitet, begleitet und ausgewertet werden.
Dabei betrachten wir unter anderem:
- die Interaktion zwischen Kind und Bezugsperson
- die Wahrnehmung kindlicher Signale
- die Reaktion der Bezugsperson auf die Bedürfnisse des Kindes
- vorhandene Beziehungsressourcen
- Möglichkeiten zur Veränderung
- Belastungen des Kindes im Zusammenhang mit Kontakten
- notwendige Unterstützungsbedarfe
Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können gemeinsam mit weiteren Informationen in die Perspektivklärung einbezogen werden.
Kinderschutz als verbindlicher Bestandteil
Kinderschutz ist bei Perspektiv(e) LOS kein zusätzlicher Baustein, sondern fester Bestandteil unseres fachlichen Handelns.
Dies gilt sowohl für die Arbeit mit dem Kind und seinem Herkunftssystem als auch für die Begleitung unserer Bereitschaftspflegefamilien.
Unsere Fachkräfte verfügen über entsprechende Kompetenzen im Kinderschutz. Schutzaspekte, mögliche Risikofaktoren und die Bedürfnisse des Kindes werden während des gesamten Hilfeverlaufs berücksichtigt und regelmäßig reflektiert.
Auch für unsere Bereitschaftspflegefamilien gelten verbindliche Schutzstandards.
Dazu gehören eine sorgfältige Eignungsprüfung, verbindliche Schutzvereinbarungen, fachliche Vorbereitung und die Vorlage eines aktuellen erweiterten Führungszeugnisses.
Fachberatung der Bereitschaftspflegefamilien
Eine kontinuierliche Fachberatung ist ein zentraler Bestandteil unseres Angebotes.
Die Fachberatung begleitet die Bereitschaftspflegefamilie während des gesamten Hilfeverlaufs.
Sie dient sowohl der Unterstützung der Familie als auch der fachlichen Reflexion des Entwicklungs und Klärungsprozesses.
Bestandteile sind insbesondere:
- regelmäßige Beratung und Reflexion
- fachliche Einordnung von Beobachtungen
- Unterstützung in Belastungs und Krisensituationen
- Reflexion der Bedürfnisse und Entwicklung des Kindes
- Vorbereitung besonderer Situationen
- Unterstützung im Zusammenhang mit Kontakten zur Herkunftsfamilie
- Abstimmung mit den beteiligten Fachkräften
- Begleitung von Übergängen
- Reflexion von Abschiedssituationen
Qualifizierung und Weiterbildung
Unsere Bereitschaftspflegefamilien werden auf ihre Aufgabe vorbereitet und kontinuierlich fachlich weiterqualifiziert.
Schulung und Weiterbildung sind fester Bestandteil unseres Qualitätsverständnisses.
Zu den relevanten Themen gehören unter anderem Kinderschutz, Bindung, Beziehungsgestaltung, belastende Lebenserfahrungen, kindliche Entwicklung, Nähe und Distanz, Herkunftssysteme, Umgangskontakte, Beobachtung, Dokumentation, Perspektivklärung sowie Übergangs und Abschiedsprozesse.
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
Die Perspektivklärung erfolgt in enger Abstimmung mit dem fallzuständigen Jugendamt.
Zu Beginn der Hilfe werden Auftrag, Fragestellungen und Zielsetzung möglichst konkret vereinbart.
Im weiteren Verlauf werden relevante Entwicklungen transparent kommuniziert und die gewonnenen Erkenntnisse strukturiert in den Hilfeprozess eingebracht.
Dabei legen wir Wert auf:
- klare Auftragsklärung
- verbindliche Zuständigkeiten
- transparente Kommunikation
- nachvollziehbare Dokumentation
- regelmäßige fachliche Rückmeldung
- abgestimmte Zielsetzungen
- gemeinsame Bewertung von Entwicklungen
- klare Empfehlungen für den weiteren Hilfeprozess
Die Verantwortung und Entscheidung über die weitere Hilfeplanung verbleiben beim zuständigen Jugendamt.
Übergänge fachlich gestalten
Mit der Entwicklung einer Perspektive endet unsere Aufgabe nicht automatisch.
Gerade Übergänge benötigen besondere Aufmerksamkeit.
Unabhängig davon, ob eine Rückkehr in das Herkunftssystem, der Wechsel in eine Pflegefamilie oder eine andere Hilfe vorgesehen ist, soll der Übergang für das Kind nachvollziehbar und möglichst behutsam gestaltet werden.
Die Bereitschaftspflegefamilie wird dabei fachlich begleitet.
Je nach Auftrag unterstützen wir auch die beteiligten Bezugspersonen und Fachkräfte bei der Vorbereitung und Gestaltung des Übergangs.
Unser Qualitätsverständnis
Schutz und Stabilisierung
Das Kind erhält kurzfristig einen sicheren und verlässlichen familiären Lebensort.
Perspektivklärung
Die weitere Lebensperspektive wird von Beginn an strukturiert in den Hilfeprozess einbezogen.
Verbindung der Ressourcen
Bereitschaftspflege, Fachberatung, systemische Arbeit, Arbeit mit dem Herkunftssystem und Perspektivklärung werden fachlich miteinander verbunden.
Kinderschutz
Kinderschutz bildet einen verbindlichen Rahmen unseres gesamten Angebotes.
Qualifizierte Bereitschaftspflegefamilien
Vorbereitung, verbindliche Schutzstandards, erweitertes Führungszeugnis, Schulung und kontinuierliche Weiterbildung gehören zu unserem Konzept.
Fachberatung
Die Bereitschaftspflegefamilien werden während des gesamten Hilfeverlaufs kontinuierlich begleitet.
Systemischer Blick
Kind, Herkunftssystem, Bereitschaftspflegefamilie und beteiligte Hilfesysteme werden in ihren Wechselwirkungen betrachtet.
Transparenz
Auftrag, Verlauf, Beobachtungen und fachliche Einschätzungen werden nachvollziehbar dokumentiert und mit dem zuständigen Jugendamt abgestimmt.
Unser Mehrwert
Bereitschaftspflege schafft Sicherheit. Perspektivklärung schafft Orientierung.
Bei Perspektiv(e) LOS verbinden wir beides innerhalb eines abgestimmten Hilfeprozesses.
Dadurch muss nach der Aufnahme eines Kindes nicht erst ein weiterer Prozess mit einem zusätzlichen Anbieter aufgebaut werden.
Wir nutzen die vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen unseres Trägers, führen Erkenntnisse zusammen und schaffen kurze fachliche Wege.
So kann die Zeit der Bereitschaftspflege von Beginn an sowohl für die Stabilisierung des Kindes als auch für eine strukturierte und zielgerichtete Perspektivklärung genutzt werden.
Unser Ziel ist nicht allein ein sicherer Ort auf Zeit.
Unser Ziel ist ein sicherer Ort auf Zeit mit einer tragfähigen Perspektive für danach.
Perspektiv(e) LOS GmbH
Bereitschaftspflege und Perspektivklärung
Schutz geben. Ressourcen erkennen. Entwicklung ermöglichen. Perspektive klären.